"Für die Erziehung eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf“

Die unmittelbar an die ersten Stunden nach der Geburt anschließenden Zeit wird "Wochenbett" genannt. Das ist ein alter Begriff, der entstanden ist, als die frisch entbundenen Frauen noch mindestens eine Woche lang im Bett lagen, in dem sie auch meist das Kind geboren haben. Anschließend blieben sie noch weitere Wochen hauptsächlich in der Wöchnerinnenstube, wo ihr Bett und der Stubenwagen oder die Wiege des Neugeborenen stand, und wurde dort versorgt.

Folgende Umstellungen und Neufindungen müssen in der Wochenbettzeit bewältigt werden:

  • das Kennenlernen und Knüpfen eines lebenslangen Bandes mit einem neuen Menschen
  • das Annehmen dessen vorläufiger, lebensnotwendiger Abhängigkeit von Liebe, Nahrung und Pflege rund um die Uhr
  • die Verarbeitung und Integration des Geburtserlebnisses
  • körperliche Umstellungs- und Heilungsprozesse
  • Erfahrungen mit der Milchbildung und die Entscheidung für oder gegen das Stillen
  • die Anpassung an die neue Familiensituation

In dieser wichtigen Phase des Lebens begleite ich die Eltern mit ihrem neugeborenen Baby.

Die Betreuung beginnt nach der Entlassung aus dem Krankenhaus, in der Regel am 3.,4. Tag nach der Geburt, oder bei ambulanten Geburten am gleichen Tag. Die Dauer der Begleitung ist individuell verschieden, meist jedoch bis zur U3 die zwischen der 4. und 6. Lebenswoche vom Kinderarzt durchgeführt wird. Darüber hinaus gibt es aber auch noch weitere Betreuungsmöglichkeiten. Mein Schwerpunkt liegt in der bindungsorientierten Eltern - Kind - Begleitung.

Mit einem Neugeborenen umzugehen, verunsichert viele Eltern. Vorherige Übungen und Gespräche über Ernährung und Körperpflege, Wickeltechnik oder Gewohnheiten, Rituale, Schlafumgebung sowie das Schreien des Babys helfen, die Unsicherheiten und Anfangsschwierigkeiten schon bald zu überwinden.

In dieser speziellen Gymnastik, mit der sie ca. 9 Wochen nach der Geburt beginnen können, wird die durch die Schwangerschaft und Geburt stark beanspruchte Muskulatur wieder gekräftigt. Sie ist von großer Wichtigkeit und beugt Harninkontinenz und Senkungsbeschwerden vor. Wahrnehmungsschulung in Bezug auf Druckeinwirkung auf den Beckenboden und Verhaltenstraining für den Alltag gehören ebenso zum Programm, wie Bewegungs-, Lockerungs- und Entspannungsübungen.

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